Wer lässt zum ersten Mal Federn?

Wer lässt zum ersten Mal Federn?

Beide Teams ungeschlagen, beide Teams mit Ambitionen, ganz vorne in der 3. Liga mitzumischen: Der TSV Mühldorf wird gefordert sein, wenn am morgigen Sonntag der VC Dresden seine Visitenkarte in Mühldorf abgibt. Denn die Sachsen, die im vergangenen Jahr die Saison als Zweitplatzierte beendet hatten, haben sich in diesem Jahr ganz fest den Aufstieg in die 2. Liga vorgenommen. „Was auch sonst nach Platz zwei in der vergangenen Saison?“, fragt der VC auf seiner Internetseite. Zumal das Team mit einem Durchschnittsalter von 23 Jahren nach der Vizemeisterschaft in der vergangenen Saison nahezu komplett zusammengeblieben ist. „Das Mannschaftsgefüge sollte gefestigt sein“, lässt die Vereinsführung wissen. Zudem verstärken Benno Hartung und Rückkehrer Felix Weishaupt die Mannschaft.

Trainer Michi Mayer

Von einem gefestigten Gefüge spricht aber auch Mühldorfs Trainer Michi Mayer, wenn er auf den Aufsteiger aus der Innstadt blickt. „Auch unser Team ist im Grunde genommen nahezu unverändert in die Saison gegangen. Dazu mit zwei hochkarätigen Neuzugängen wie Iven Ferch und Nelson. Wir sind guter Dinge, dass wir zu Hause den nächsten Dreier holen können.“ Woraus Mayer dieses Selbstvertrauen zieht? Zum einen aus der bisher makellosen Bilanz von drei Siegen, und das ohne Satzverlust. Damit beanspruchen die Mühldorfer ein Alleinstellungsmerkmal in der Liga für sich. Auch würde sich immer wieder in Gesprächen mit den gegnerischen Mannschaften herausstellen, dass die Mühldorfer offenbar topvorbereitet in die Saison gestartet sind. „Während die meisten Teams erst seit Anfang September trainieren, haben wir uns schon im Juli zur Vorbereitung getroffen. Das zahlt sich jetzt aus“, ist sich Trainer Mayer sicher.

Flo Gschwendtner

Um sich ein Bild vom Gegner zu machen, war Mayer in der vergangenen Woche nach Dachau gefahren, machte sich Notizen über das 3:2 Dresdens über die Dachauer. Sein Fazit: „Dresden dürfte der stärkste Gegner der Liga sein!“ Doch sieht Mayer natürlich auch das Ergebnis des TSV Mühldorf, der in der Woche zuvor die Dachauer mit einem klaren 3:0 in die Schranken gewiesen hatte, „und das ist sicherlich keine Kirmes-Mannschaft“. Er habe sich bereits ein entsprechendes Konzept erarbeitet, wie die Dresdener zu schlagen wären. Fabian Bartsch und Alex Brandsetter als Granaten im Angriff. Ein immerzu gut aufgelegter Flo Gschwendtner im Mittelblock an der Seite von Iven Ferch. Und wenn dann ein seit Saisonbeginn glänzend aufgelegter Alex Brandstetter auch noch Neuzugang und Diagonalangreifer Nelson entsprechend bedient, dürfte einem Sieg in der eigenen Halle nichts im Wege stehen.

Charles Kahn beim Aufschlag

Lediglich hinter dem Einsatz von Charles Kahn steht ein Fragezeichen. Er war umgeknickt und hatte sich eine Bänderdehnung zugezogen. „Vielleicht kann er schon wieder spielen“, informiert Mayer, der ansonsten bei einem kerngesunden Kader die Qual der Wahl hat. Sicherlich zugute kommt den Mühldorfern dabei, dass die Gegner aus der sächsischen Landeshauptstadt eine fast fünfstündige Anfahrt in den Beinen haben.

Die Ausgangslage: Mühldorf hat aktuell neun Punkte auf dem Konto, ebenso viele Satzgewinne stehen auf der Habenseite der Mühldorfer, die nur deswegen auf Platz zwei stehen, weil Tabellenprimus Friedberg, ein Spiel mehr gewonnen hat. Dresden ist ebenfalls bislang ungeschlagen, musste aber beim 3:2 in Deggendorf und beim 3:2 in Dachau jeweils einen Siegpunkt dem Gegner überlassen. Aktuell bedeutet das Platz fünf in der 3. Liga.

Das Gipfeltreffen der beiden ungeschlagenen Mannschaften beginnt am Sonntag um 16 Uhr in der Mittelschulturnhalle (Europastraße). In den weiteren Begegnungen des Wochenendes treffen am Samstag der Tabellenvorletzte TSV Niederviehbach zu Hause auf den MTV München, der TSV Eibelstadt hat das Tabellenschlusslicht VC Zschopauzu Gast. Der TSV Friedberg will am Sonntag seine Tabellenführung gegen den ASV Dachau verteidigen. Und der TSV Eibelstadt will seinen dritten Tabellenplatz gegen den TSV Niederviehbach festigen.

Text: Josef Enzinger – Mühldorfer Anzeiger / Bilder: Rainer Preß

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