Volleyballer zum Oberbayern-Derby nach Grafing

Am Samstag kommt es zum Duell der aktuell formstärksten Teams in der 2. Bundesliga

Mühldorf oder Grafing? Bei einem Team wird die Siegesserie am Samstag definitiv zu Ende gehen. Es ist das große Aufeinandertreffen der derzeit formstärksten Teams der 2. Volleyball-Bundesliga, wenn der TSV Mühldorf in der Jahnsporthalle in Grafing aufschlagen wird. Mühldorf hat eine Punktejagd hingelegt nach zuletzt sechs Siegen in Folge, war damit bis auf Rang sechs in der Tabelle aufgerückt. Der TSV Grafing feierte fünf Siege in Folge, bleibt damit auf Tuchfühlung zum Tabellenführer SSC Karlsruhe mit nur einem Punkt Rückstand.

Mühldorfs Trainer Michi Mayer
Michi Mayer

Mühldorfs Trainer Michi Mayer macht keinen Hehl daraus, dass Grafing als Favorit in das Spiel am Samstagabend (Beginn 19 Uhr/Livestream auf sporttotal.tv) gehen wird. „Für mich ist das die beste Mannschaft der Liga, könnte mühelos in der 1. Bundesliga mitspielen“, ist der Mühldorfer Trainer überzeugt. Nach wie vor fallen bei Mühldorf die beiden Youngsters Jonathan Helm und Tim Aust wegen Knieverletzungen aus. Der erst 15-jährige Moritz Wöls soll diese Lücke füllen.

Zied Chaghmi
Zied Chaghmi

Auch Routinier Zied Chaghmi wird nicht dabei. Es sind ebenfalls Knieprobleme, die den starken Außenangreifer noch zwei Wochen mindestens hemmen werden. Und wie geht es Fabian Bartsch? Der Leistungsträger der Mühldorf war am Wochenende beim 3:2 gegen die TuS Kriftel relativ früh aus dem Spiel genommen worden, nachdem er mit Libero Kilian Nennhuber zusammengestoßen war und sich das Knie verdreht hatte. Später wurde Bartsch wieder eingewechselt, prompt drehte er das Spiel. „Er hat die ganze Woche pausiert, um sich zu schonen. Das Training am Freitagabend wird entscheiden, ob und wie ich ihn einsetzen kann“, sagt Mayer, der nicht verhehlt: „Bartsch ist einer unserer wichtigsten Spieler!“

Welche Optionen hat Mayer? Fritz Vähning und Hauke Ferch wären die Optionen im Außenangriff, Fabian Liemer stünde als Ersatz über die Diagonalposition zur Verfügung. Ob das aber gegen die starken Bärenstädter reicht? Schon in Bestbesetzung hatten die Mühldorfer das Hinspiel verloren, kamen gegen Grafing nicht über ein 1:3 hinaus. Eine Niederlage auch deswegen, weil auf Seiten der Grafinger der aktuell beste Zuspieler der Liga die Bälle verteilt. Niemand analysiert eine Spielsituation schneller als der Ex-Mühldorfer Fabian Wagner, kaum einer spielt die Bälle schneller und dennoch unglaublich präzise zu wie der 32-Jährige, der völlig zurecht in diesem Jahr schon elf Mal zum wertvollsten Spieler seines Teams gekürt worden ist und damit Platz eins einnimmt.