Volleyballer fahren selbstbewusst nach Mainz

TSV Mühldorf kalkuliert gegen den Tabellenletzten mit drei Punkten

Für die Zweitliga-Volleyballer des TSV Mühldorf steht am Samstag die weiteste Auswärtsfahrt der Saison steht an: 495 Kilometer lang sitzen die Mannen um Cheftrainer Heiko Roth im Auto, wenn es in die Rheinland-Pfälzische Landeshauptstadt geht, um gegen die TGM Volley Gonsenheim zu spielen (Beginn 20 Uhr, im Livestream unter sportdeutschland.tv). Zwar sind die Mainzer derzeit mit sechs Punkten aus 9 Spielen auf dem letzten Tabellenplatz. „Doch in den letzten zwei Spielen gegen Leipzig und Hammelburg haben sie bewiesen, dass man sie auf keinen Fall unterschätzen darf“, warnt Außenangreifer Fabian Bartsch davor, die Mainzer zu unterschätzen. Eine Warnung vor einem Gegner, der den Mühldorfern noch in guter Erinnerung geblieben ist. Denn im vergangenen Jahr, als die Mühldorfer in der 2. Bundesliga debütierten, waren es die Mainzer, die den Oberbayern in deren Halle in einem spannenden Fünf-Satz-Match den Schneid abgekauft hatten. „Die kommen mit dem Mut der Verzweiflung“, hatte der damalige Mühldorfer Trainer Michi Mayer schon vor der Partie gewarnt. Und so war es dann auch. Als abstiegsbedrohte Mannschaft setzte Mainz damals alles auf die Karte, servierte risikoreich gegen eine dezimierte Mühldorfer Mannschaft, die auf ihren verletzten Stammlibero Kilian Nennhuber verzichten musste. Und Mainz war gleich mit zwei Liberos angetreten. Hendrik Diwersy und Dominik Groß hatten sich die Aufgaben in Annahme und Abwehr geteilt und es den Mühldorfern schwer gemacht.  Beide stehen nach wie vor im Aufgebot der Mainzer, wobei vor allem Hendrik Diwersy aus dem Team der Mainz hervorsticht. Drei MVP-Medaillen sammelte der 1,89 Meter große Außenangreiferin dieser noch jungen Saison bereits. Nicht zu verachten die aktuelle Form von Lennart Heinz Fuchs, der zuletzt beim 1:3 gegen den Tabellenführer Hammelburg mit einer Klasse-Leistung von sich reden machte und auch in der vergangenen Saison gegen Mühldorf eine solide Partie gespielt hatte.

Mühldorf will mit schnellen Angriffen – auf dem Bild Fabian Bartsch – gegen Mainz punkten. In der vergangenen Saison ging diese Rechnung nicht auf. Zu Hause verlor der TSV mit 2:3

Es wird wohl eine Partie werden, in der die Aufschläge eine entscheidende Rolle spielen werden. Mühldorf ist bekannt für seine harten Sprungaufschläge. Doch auch Hammelburg, der letzte Gegner der Mainzer, bescheinigte den Gastgebern des Spiels am Samstag ein starkes Service. Hammelburgs Trainer Thiago Welter fasste dies in seiner Analyse wie folgt zusammen: „Mainz hat bei seinen Angaben in den Ist-mir-egal-Modus geschalten und uns regelrecht bombardiert. Das haben wir so nicht erwartet!“ Eine klare Warnung also, die die Mühldorfer ernst nehmen sollten. Deren Trainer Heiko Roth kann aus dem Vollen schöpfen. Alle Spieler sind fit und die Ansage von Abteilungsleiter Stefan Bartsch ist klar: „Wir fahren nach Mainz mit dem Anspruch zu gewinnen. Da beißt die Maus keinen Faden ab.“ Wohl wissend, dass es nicht einfach wird. Mainz hatte zuletzt gute Ergebnisse, man muss sie mit allem Druck niederhalten. „Und das mit den probaten Mitteln!“ Das heißt: Harte Aufschläge, solide Annahme und ein schnelles Spiel. Bartsch betont, dass man Mainz nicht unterschätzen dürfe. Es handle sich nicht um ein Team mit Spielern, die besonders herausstechen würden. „Und das macht es uns schwer, den Gegner richtig einzuschätzen.“ Er sagt ganz klar: „Wenn wir in das Spiel gehen und Mainz aufgrund des letzten Tabellenplatzes unterschätzen, könnten wir ein blaues Wunder erleben!“