Trainer Jogi:“Ich bin stolz auf die Truppe.“

Trainer Jogi:“Ich bin stolz auf die Truppe.“

U14 Volleyballer holen den vierten Deutschen Meistertitel nach Mühldorf

Nach der U16 (2010), U18 und U20 (jeweils 2013) holte nun zum ersten Mal eine U14 Mannschaft den deutschen Meistertitel nach Mühldorf. In Heidelberg bezwang das Team von Trainer Jogi Tille die Mannschaft aus Schwerin im Endspiel mit 2:0 (27:25,25:12).

Nach dem Vorbereitungsturnier in Berlin (vierter Platz) und drei Wochen intensiver Vorbereitung auf diese Meisterschaft (4 mal Training pro Woche) begann die Reise schon Freitag in der Früh. Am Samstag nach einer schönen Eröffnungsfeier mit der deutschen Nationalhymne begannen um 10:00 die Spiele. Der erste Gegner der Mühldorfer war das Team aus Hamburg. Übergroße Nervosität prägte das Spiel. Für etliche Spieler war es die erste deutsche Meisterschaft und bei so vielen Fans (alle Eltern waren dabei!) kommt schon ein Kribbeln auf. Doch nach anfänglichen Schwierigkeiten konnte sich das Team klar mit 2:0 (25:14,25:15) durchsetzen. Im zweiten Spiel gegen den TV Baden aus Bremen fingen die Jungs noch nervöser an. Der Gegner hatte sein erstes Spiel knapp gewonnen und spielte befreit auf. Die Mühldorfer schien die Last einer hohen Erwartungshaltung doch eher zu blockieren. Gut, dass das Team Spieler hat, die von der Bank tolle Impulse setzen können. Mit Kilian Haugg kam ein Spieler zum Einsatz, der erst im Herbst so richtig mit dem Volleyballspielen begonnen hatte und fügte sich gut ein und konnte mithelfen das Spiel nach einem verlorenen ersten Satz (21:25) noch zu drehen. Felix Schinko, Quirin Nennhuber und Fabian Schroeter drehten mit ihm zusammen das Spiel zum 2:1 Sieg (21:25, 25:16,15:10). Baden wurde im Endklassement Zehnter.

Die Mannschaft aus Freigericht war der letzte Gruppengegner. Eine Mannschaft die relativ klein war, aber wieselflink. Sie erliefen jeden Lob. Aber im Endeffekt hatten sie der Angriffspower der Mühldorfer nichts entgegenzusetzen. In diesem Spiel kam auch Florian Bachmaier zum Einsatz. Mit dem 2:0 (25:14,25:21) stand der Gruppensieg fest und damit die Teilnahme am Viertelfinale.

Der Gegner hieß hier TSV Unterhaching, der Endspielgegner vom Finale bei der Bayerischen. Doch das Viertelfinale am Sonntag Vormittag hat bei der deutschen Meisterschaft immer eine besondere Bedeutung. Schon um 9 Uhr ist Spielbeginn und die Spiele am Vorabend enden oft erst gegen 19 oder 20 Uhr. Schon um 6 Uhr begannen die Mühldorfer ihre Vorbereitung. Um 6:30 stand ein Spaziergang und Gymnastik auf dem Programm, 7:00 Frühstück. 7:45 Auschecken und Abfahrt zur Halle. 8:00 Aufschlag-Annahme-Training und dann ging es auch schon los. Beide Teams hatten zahlreiche Fans dabei und die machten sich lautstark bemerkbar. Bis zur Mitte des ersten Satzes konnte sich kein Team entscheidend absetzen. Beim 13:11 hatten die Mühldorfer erstmals zwei Punkte Vorsprung und konnten diesen Ausbauen. Mit 25:15 gewannen sie den ersten Satz. Nahezu identisch verlief der zweite Satz. Bis zum 11:11 offen und dann setzten sich die Mühldorfer wieder ab. 25:16 für die Innstädter hieß es am Ende.

Im Halbfinale wartete nun die Heimmannschaft vom TV Heidelberg auf die Mühldorfer. Und das wurde ein ganz heißer Tanz. Die Fangruppen der beiden Teams (Heidelberg war zahlenmäßig überlegen, aber die Mühldorfer waren stimmgewaltiger) gaben ihr Bestes. Das und das Endspiel wurden sogar live im Internet übertragen. Das Team von Trainer Jogi Tille hatte im ersten Satz den besseren Start. Schnell durch starke Angriffe von Felix Schinko, Maxi Himsl und Kilian Haugg mit 7:3 und 11:4 in Führung setzten sie die Heidelberger so unter Druck, dass diesen immer mehr Fehler unterliefen. Auch die Lautstärke der Fans war eindeutig auf Seiten der Mühldorfer. Mit 25:14 ging der Satz an die Innstädter. Aber die Heidelberger gaben sich nicht geschlagen. Sie kämpften sich im zweiten Satz zurück hielten das Spiel bis zum 13:13 offen und hatten dann sogar den besseren Endspurt zum 21:25. Nun musste der Tiebreak über die Finalteilnahme entscheiden. Auch der Tiebreak verlief zunächst bis zum 5:5 ausgeglichen, aber dann setzte sich wieder die unwiderstehliche Angriffspower der Mühldorfer durch und sie siegten mit 15:8.

Auch das Endspiel gegen den Schweriner SC verlief im ersten Satz sehr spannend. Viele Fehler auf beiden Seiten aber auch großartige Aktionen. Lange schaute der Schweriner SC wie der sichere Sieger aus. Sie lagen 12:17 und 15:20 in Führung, aber die Mühldorfer unterstützt von ihren Fans zeigten sich unbeeindruckt und kämpften sich durch gute Aufschläge zurück, wehrten sogar nervenstark noch zwei Satzbälle ab und siegten unter dem großen Jubel ihrer Anhängerschaft mit 27:25. Je zwei Aufschlagasse von Quirin Nennhuber und Kilian Haugg brachten den Sieg. Im zweiten Satz zunächst auch Rückstand und Kampf bis zum 8:8 und dann starteten die Mühldorfer durch. Sie erhöhten den Druck im Aufschlag, brachten die Schweriner dadurch immer wieder in Verlegenheit. Die Mannen aus dem Norden mussten die Bälle immer wieder nur leicht zum Gegner spielen und die Innstädter zeigten sich gnadenlos. Maxi und Felix griffen dann immer wieder hart an, Quirin zeigte seinen wohl besten Angriff im Turnier und so ging der Sieg mit 25:12 an Mühldorf. Überschäumender Jubel auch bei den Spielern, die nicht zum Zuge kamen, aber ein wichtiger Teil dieser Mannschaft sind, wie Sven Stömmer und Noah Meyer. Die Fans stürmten das Spielfeld und die Siegerehrung mit der Nationalhymne war das großartige Ende dieser deutschen Meisterschaft.

Trainer Jogi Tille:“ Wir hatten einfach das kompletteste Team, mit Felix Schinko wohl den wertvollsten Spieler dieses Turniers. Die Jungs haben fleißig im Training gearbeitet wurden von mir wirklich geschunden, aber der Erfolg hat uns allen gezeigt, dass wir viel richtig gemacht haben. Ich bin stolz auf die Truppe.“

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