Mühldorf zu Hause unschlagbar

Mühldorf zu Hause unschlagbar

TSV entzaubert auch VC Dresden – Immer noch ohne Satzverlust

Mühldorf bleibt zu Hause eine Burg!
Am Sonntag gelang dem TSV Mühldorf mit einem glatten 3:0-Erfolg über den VC Dresden nicht nur der vierte Sieg in der 3. Liga ohne Satzverlust. Seit nunmehr 18 Pflichtspielen ist der TSV Mühldorf damit vor heimschem Publikum ungeschlagen. Das letzte Mal hatte der TSV am 17. November 2017 verloren. Wer glaubt, dass die Mühldorfer damit unangefochten an der Tabellenspitze der dritthöchsten deutschen Spielklasse stehen, der irrt: Weil Friedberg und Eibelstadt jeweils ein Spiel mehr und damit auch jeweils einen Sieg mehr auf dem Konto haben, belegt Mühldorf aktuell „nur“ Platz drei.

Mittelblocker Nico Philipeit

„Ein Trainer ist nie zufrieden“, meinte TSV-Trainer Michi Mayer nach dem Spiel und auf die Frage des Hallensprechers zum Ausgang gegen den VC Dresden, doch nur wenige Sekunden später revidierte sein breites Grinsen diese Aussage und er gestand ein: „Wir sind sensationell gut in die Saison gestartet. Haben alles abgerufen, was wir können. So kann es ruhig weitergehen!“ Eine ganz andere Marschroute hatte Mayer diesmal mit seiner Truppe eingeschlagen, um gegen die langen Kerls aus der sächsischen Landeshauptstadt zu punkten. Er vertraute voll und ganz seiner Startformationen, änderte daran während der drei Sätze nichts, ließ das komplette Team durchspielen. „Die Hammer-Aufschläge waren der Schlüssel zum Sieg“, fasste Mayer nach dem Spiel zusammen und er freute sich darüber, dass sich Mittelblocker Nico Philipeit super im Team eingefügt habe. Überraschenderweise hatte Mayer Philipeit Florian Gschwendtner vorgezogen – und Philipeit hatte diese Entscheidung mit einer guten Leistung honoriert.

Nelson (1), Fabian Bartsch (14) und Tom Brandstetter (20)

Es war ein Spiel der Aufschläge. Hüben wie drüben gingen die Mannschaften volles Risiko ein, allerdings verbuchte hier der VC Dresden die größere Fehlerquote. Und auch Dresdens Zuspieler Nils Püschel hatte nicht seinen besten Tag erwischt, seine Bälle waren leicht durchschaubar, Mühldorfs Block stand sicher, der Rückschlag der Mühldorfer ließ keinen Punkt für die Gegner zu. Es war aber auch das Spiel der beiden Außenangreifer Tom Brandstetter und Fabian Bartsch, die mit voller Dynamik wundervolle Bälle im gegnerischen Feld versenkten. Überragend bei seinem Heimdebüt auch der Jamaikaner Nelson, der als Diagonalangreifer im ersten Satz eine fast 100-prozentige Quote hatte.

Die Folge: Der zwei, drei Punkte große Vorsprung, den sich die Mühldorfer gleich zu Beginn des ersten Satzes erkämpft hatten hielt die Dresdener auf Distanz. Bis zum 20:14, dann nämlich nutzten die Dresdener eine kurze Schwächephase der Mühldorfer, um auf 20:18 zu verkürzen. Fabian Bartsch war es dann zu verdanken, dass der Satz dennoch mit 25:18 an Mühldorf ging.

Alex Brandstetter

Etwas schlechter kamen die Mühldorfer in Abschnitt zwei aus den Startblöcken. 6:9 und 7:10 stand es schon für die Gäste, als Nico Philipeit mit drei Aufschlägen die Führung für die Mühldorfer zurückholte (11:10), danach sorgte Alex Brandstetter mit gewohnt raffinierten Aufschlägen dafür, um die Dresdener auf Distanz zu bringen (15:11). Dieser Vorsprung reichte dann auch, um den Satz nach Hause zu fahren. Beeindruckt war Mühldorfs Volleyball-Abteilungsleiter Stefan Bartsch in dieser Phase von der hervorragenden Annahme der Mühldorfer: „Wir hatten einen wahnsinnig guten Rückschlag. Wenn der Gegner aus seinem Aufschlag keine Punkte macht, kann er auch das Spiel nicht gewinnen“, so die nüchterne Analyse des Abteilungschefs. Die 308 Zuschauer in der Mittelschulturnhalle durften nach nur kurzer Zeit den 25:18-Satzerfolg bejubeln.

Ehrung der jungen Volleyballmannschaften

Nur kurze Zeit führten die Gäste in Durchgang drei (3:2), dann stellte Mühldorf wieder die alten Kraftverhältnisse her (5:3 und 10:8). Dresden konterte (10:10 und 14:14), verlor dann aber infolge von vermeidbaren Fehlern den Anschluss (14:17). Die Mühldorfer – euphorisiert von der 2:0-Führung gegen den letztjährigen Vizemeister – ließen nun nichts mehr anbrennen, hielten die Sachsen bis zum 25:20 souverän auf Distanz.

Mit Sieg Nummer 18 und immer noch ohne Satzverlust geht es jetzt erst einmal in eine zweiwöchige Pause. Als Tabellendritter heißt es am 26. Oktober dann, beim TSV Deggendorf zu bestehen, der nach einem Sieg bereits zwei Niederlagen zu beklagen hat.

Text: Josef Enzinger – Mühldorfer Anzeiger / Bilder: Rainer Preß

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