Lüftung und Luft sind in Ordnung

Lüftung und Luft sind in Ordnung

Der Verdacht auf einen Schimmelbefall der Turnhalle hat sich nicht bestätigt.

Die Keimbelastung liegt laut einer Untersuchung unter der Belastung der Außenluft.

Vor drei Wochen hatte eine auswärtige Volleyballspielerin in der Turnhalle einen allergischen Schock erlitten. Die Frau leidet nach eigenen Angaben unter eine Schimmelallergie. Die Nachricht war ein Schock sowohl für die TSV-Verantwortlichen als auch für die Eltern und Sportler.

Nach Bekanntwerden gab TSV-Vorsitzender Stefan Schörghuber eine Untersuchung der Turnhalle in Auftrag, deren Ergebnisse jetzt vorliegen. Die wichtigste Aussage der Untersuchungsfirma Domatec: „Die Keimbelastung ist gering. Ein Indiz für Emissionsquellen ist unwahrscheinlich.“ Schörghuber sagt: „Lüftung und Luft sind in Ordnung.“

Das bedeutet, dass in der Halle zwar Risikokeime nachgewiesen wurden, „die jedoch in etwa gleich hoher Konzentration in der Referenzprobe nachgewiesen wurden“. Vor der Turnhalle, dem Ort für die Referenzmessung, war die Keimbelastung höher als im Inneren. Im Messwert KBE, der für „Koloniebilde Einheiten“ steht, heißt das: In der Außenluft lag die Belastung bei 660 KBE je Kubikmeter, innen waren es 210 KBW.

Der unter Schimmelverdacht stehende Teppich an einer Wandseite der Turnhalle ist nach den Untersuchungen nur gering verschmutzt. Laut TSV-Vorstand Schörghuber hätten sich dort vor allem Hautzellen gefunden, kein Wunder an einer sogenannten Abklatschwand. Für Schörghuber entscheidend: „Kein Schimmel.“ Der TSV-Vorsitzende freut sich über das Ergebnis, „natürlich sind wir erleichtert.“

Zugleich hat der Vorfall den Zustand der Halle erneut in den Blick gebracht. „Unsere Turnhalle ist alt und gebrechlich.“ Deshalb installiere der TSV ein Projekt-Team, das sich in den kommenden Jahren mit einem Neubau befassen soll. Dass der nicht leicht zu stemmen sein wird, weiß Schörghuber. „Wir wollen jetzt zwei oder drei Jahre ausloten, wo es hingeht“, obwohl für den Vorsitzenden schon jetzt klar ist: „Die einzige Möglichkeit sie zu finanzieren, ist, sie als Schulturnhalle für die Grundschule zu nutzen.“ Dann gäbe es Zuschüsse, allein sei der TSV weit nicht in der Lage, die Halle zu bauen.

Auch wenn es noch keinerlei Kalkulationen gibt, nennt Schörghuber drei Zahlen: Die Turnhalle an der Mittelschule hat vor gut zehn Jahren etwa acht Millionen Euro gekostet. Der Bau einer Turnhalle als Industriehalle hat einen anderen Verein gut vier Millionen Euro gekostet. Und der TSV kann voraussichtlich 500 000 Euro beitragen. „Wir arbeiten uns in das Projekt rein“, verspricht er, dass der TSV einen Neubau nicht aus den Augen verlieren werde.

Text: OVB / Hintergrundbild der Fotomontage: Thorben Wengert pixelio.de

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