Jetzt wird von Aufstieg gesprochen!

Volleyball TSV Mühldorf mit einem glatten 3:0 gegen den härtesten Konkurrenten

Wer soll bitteschön diese Mühldorfer aufhalten? Im Spitzenspiel der noch jungen Saison in Deutschlands dritthöchster Spielklasse präsentierten sich die Volleyballer des TSV Mühldorf maximal fokussiert, ballerten sprichwörtlich den Konkurrenten um die Tabellenführung – den TSV Friedberg – aus der eigenen Halle. 3:0 (25:16, 25:20, 31:29) hieß es am Ende und es war klar: Spätestens jetzt wird von Aufstieg gesprochen!

Zumindest hatte es sich schon rumgesprochen, dass die Mühldorfer einen unglaublichen Lauf als Aufsteiger in der dritten Liga haben. Denn knapp 400 Zuschauer hatten sich am Sonntag auf den Weg in die Mittelschulturnhalle gemacht, um die Truppe von Trainer Michi Mayer siegen zu sehen – Zuschauerrekord! „Wir haben uns schon seit drei Wochen auf dieses Spiel gefreut. Umso geiler ist es, dass wir dann auch noch mit 3:0 gewinnen“, schwärmte nach dem Spiel Mühldorfs Zuspieler Alex Brandstetter, der vom gegnerischen Trainer Christian Hurler zum besten Spieler ausgezeichnet worden ist.

In der Tat gingen die Mühldorfer um Kapitän Thomas Brandstetter äußerst aggressiv zu Werke. Aufschläge, so druckvoll wie noch nie in dieser Saison, machten es den Friedbergern schwer, ins Spiel zu kommen. Ehe sie es sich versahen, lagen sie in Satz eins mit 5:11 im Hintertreffen. Mühldorf servierte, griff an und blockte – keine Chance für die Friedberger zu diesem Zeitpunkt, die sogar schon mit 11:19 im Hintertreffen lagen. Symptomatisch, dass dann auch noch das Glück der Tüchtigen auf der Seite der Mühldorfer war: Mit einem Netzroller bei eigenem Aufschlag sorgte Alex Brandstetter für den beängstigend klaren Satzgewinn (25:16).

Würden die Mühldorfer diesen Druck aufrecht erhalten können? Trainer Mayer jedenfalls sah zunächst keine Veranlassung, an seiner Stammformation um Diagonalspieler Nelson, Zuspieler Alex Brandstetter und den beiden Mittelblockern Nico Philipeit und Iven Ferch etwas zu ändern. Denn aus dem 1:3 zu Beginn änderten die Mühldorfer umgehend eine 9:4-Führung. Herausragend: Die Aufschläge von Fabian Bartsch und von Kapitän Tom Brandstetter, die mit brutaler Vehemenz auf der Seite der Friedberger einschlugen. „Endlich ist bei den Aufschlägen der Knoten geplatzt. Die ganze Saison haben wir darauf hin trainiert. Ausgerechnet gegen Friedberg ist die Rechnung aufgegangen“, lobte Traier Mayer nach dem Spiel die konzentrierte Vorgehensweise seiner Jungs, die sich im zweiten Satz zwar einen kleinen Schlendrian leisteten, als bis zum 9:8 die Annahme alles andere als präzise war. Dann aber oblag es wieder dem „Capitano“, Tomas Brandstetter mit seinem Service für etwas Abstand zu sorgen (15:10). Mit Michael Stöcker auf der Diagonalposition – für das Verständnis vieler Zuschauer zu spät auf Friedberger Seite ins Spiel gebracht – wollten die Gäste den Spieß noch umdrehen. Tatsächlich kam Friedberg auf 17:19 ran. Doch Mühldorf, in bester Aufschlagmanier, ließ sich nicht mehr die Butter vom Brot nehmen (25:20).

Erst im dritten Satz schien Friedberg Betriebstemperatur erreicht zu haben. Zunächst waren aber die Mühldorfer noch tonangebend. Flo Gschwendtner, der für Nico Philipeit aufs Spielfeld kam, bedankte sich umgehend mit zwei Assen, 14:11 hieß es für Mühldorf. Doch als Trainer Mayer dann auch Hauke Ferch für den überragenden Tom Brandstetter brachte, nutzten die Friedberger ihre Chance. Hauke Ferch war nämlich nicht in Bestform, Friedbergs Diagonalspieler Stöcker dafür umso mehr. Friedberg glich aus und es gestaltete sich ein offener Schlagabtausch auf höchstem Nievau.

Angefeuert von einem frenetischen Publikum hatte Mühldorf drei Matchbälle. Friedberg witterte seine Chance, auszugleichen mit zwei Satzbällen. Am Ende waren es dann aber die Mühldorfer, die jubelten, nachdem sie den Krimi mit dem vierten Matchball zum 31:29 für sich entschieden.

Und damit hat Mühldorf beste Voraussetzungen für das nächste Spiel, wenn es am 16. November zum Zweitplatzierten Eibelstadt geht: Mühldorf ist Tabellenführer mit drei Punkten Vorsprung – mit einem Spiel im Rückstand! Klar, dass jetzt schon von Aufstieg gesprochen wird – noch hinter vorgehaltener Hand!

Text: Josef Enzinger – Mühldorfer Anzeiger / Bilder: Rainer Preß

Volleyballer dürfen in der 2. Bundesliga aufschlagen

Keine Titelvergabe durch die Coronakrise – Vorlizenzierungsprozess ist nun ausschlaggebend für das Startrecht Die zweite Herrenmannschaft: Meister in der Bezirksliga ...
Weiterlesen …

Volleyballsaison vorzeitig beendet

Der Deutsche Volleyball Verband hat bekanntgegeben, dass der Spielbetrieb in den Zweiten, Dritten und Regionalligen aufgrund des Corona-Virus mit sofortiger ...
Weiterlesen …

Die Angst vor dem dritten Satz

Erster Satz 25:20, zweiter Durchgang 25:21, und jetzt zwei Matchbälle im dritten Satz. Was sollte jetzt noch schiefgehen, da die ...
Weiterlesen …

Gut für die deutschen Meisterschaften gerüstet

U 16 wird bayerischer Meister Qualifikation für die deutsche Meisterschaft geschafft. Mit grandiosen Spielen am zweiten Tag errang die Mühldorfer ...
Weiterlesen …

Zitterpartie in Satz drei

„Das ist mir schon wieder viel zu klar“, Abteilungsleiter Stefan Bartsch konnte seine Nervosität nicht verbergen. Zu klar hatten die ...
Weiterlesen …

2:0-Führung aus der Hand gegeben

Eibelstadt schlägt in der 3. Deutschen Volleyballliga Friedberg mit 3:1, Deggendorf schafft am Samstagabend das gleiche Ergebnis gegen Zirndorf. Plötzlich ...
Weiterlesen …