Goldenen Ehrenplakette für 45-jähriges Karate-Jubiläum

Goldenen Ehrenplakette für 45-jähriges Karate-Jubiläum

Am 1.Juli 1974, also vor fast genau 45 Jahren, schloss sich das erst kurz zuvor gegründete Karate-Dojo Mühldorf offiziell als eigene Abteilung dem TSV Mühldorf an.

In diesen 45 Jahren hat sich die Karate-Abteilung des TSV-Mühldorf sowohl im Wettkampfsport einen Namen gemacht, als auch im traditionellen Karate die Werte der alten Meister gepflegt und sich im Breitensport engagiert. Aktuell zählt die Karate-Abteilung rund 80 Mitglieder und bietet an 4-5 Terminen in der Woche qualifiziertes Karate-Training für Jung und Alt an.

Im Rahmen ihres jährlichen und landesweit ausgeschriebenen Karate-Lehrganges in Mühldorf am 13.07.2019 erwiesen diesmal anlässlich des Jubiläums nicht nur über 100 Lehrgangsteilnehmer, sondern sowohl die 2. Bürgermeisterin der Stadt Mühldorf, Frau Ilse Preisinger-Sontag, als auch Herrn Wolfgang Weigert (Präsidenten des Deutschen und Bayerischen Karate Verbandes, Vizepräsident der World Karate Federation) den Mühldorfer Karatekas eine große Ehre.

Frau Preisinger-Sontag lobte in ihrem Grußwort das Engagement der Karate-Abteilung für die sportbegeisterten Karatekas aller Altersstufen und hob besonders die in der Karate-Abteilung gelebten und geübten Prinzipien der „Verantwortung, Gesundhaltung des Körpers, Charakterschulung und effektive Selbstverteidigung“ hervor.

Sensei Fritz Oblinger, Sensei Lothar Ratschke, Marco Schenkemeyer, Albert Patzelt, Wolfgang Weigert, Andrea Bronnert, Manfred Gilhuber, Ilse Preisinger-Sontag

Herr Wolfgang Weigert ehrte die Abteilung Karate mit der „Goldenen Ehrenplakette“ für besondere Verdienste sowie vier noch aktiv in der Abteilung tätige Gründungsmitglieder des Karate-Dojo mit den Ehrenmedaillen des deutschen Karate-Verbandes: Albert Patzelt (5. Dan, Dojo-Leiter 2003-2018, Fachübungsleiter ). Dan), Manfred Gilhuber (Dojo-Leiter 1974-1989, Leiter Behinderten-Training), Herberth Woidich (Kassier 1974, Kumite-Trainer und Deutscher Meister Kumite 2017) und Manfred Raspl. Gabi Bauer-Kroiss wurde für 30 Jahre aktive Mitgliedschaft geehrt.

Doch wie es sich für einen richtigen Karate-Lehrgang gehört, wurden nicht nur Reden geschwungen, sondern auch die Fäuste. In insgesamt 5 Trainingseinheiten unterwiesen die Karate-Meister Sensei Fritz Oblinger und Sensei Lothar Ratschke (beide hohe Dan-Träger in Karate und weiteren Kampfkünsten) die Lehrgangsteilnehmer in der hohen Kampfkunst des Karate. In der Gruppe der Dan-Träger wurde insbesondere die effektive Anwendung von Karate-Techniken unter Berücksichtigung von Biomechanik und Atmung geübt. Die Gruppe der Anfänger trainierte Distanz-Gefühl, Treffergenauigkeit, Dosierung des Krafteinsatzes sowie die richtige Reaktion auf einen Angriff.

Andrea mit Sensei Fritz Oblinger

Anzumerken ist in diesem Zusammenhang, dass Karate keine wilde Schlägerei sein darf. Die von den Karatekas ausgeführten Techniken sind in erster Linie Selbstverteidigungstechniken. Kontertechniken werden nicht bis in die letzte Konsequenz ausgeführt, sondern kontrolliert vor dem Körper des Partners gestoppt, damit Verletzungen ausgeschlossen werden.

Im Anschluss an den Lehrgang stellten sich noch 8 Dan-Prüflinge erfolgreich einer nicht öffentlichen Prüfung den Meistern Ratschke und Oblinger, unter Beisitz von Albert Patzelt.

Ohne Verletzungen verging ein anstrengender, lehrreicher und würdevoller Jubiläums-Lehrgang und wurde mit einer Grillfeier beendet.

Text: Andrea Bronnert / Bilder: Rainer Preß

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