Ein Wochenende ohne Satzverlust

Ein Wochenende ohne Satzverlust

Da hat Trainer Michi Mayer gut lachen: Zwar liegt hinter den Volleyballern des TSV Mühldorf ein Mammut-Wochenende, an dem gleich drei Spiele zu absolvieren waren.

Trainer Michi Mayer

Doch die Aufsteiger in die 3. Liga hielten sich schadlos: Ohne Satzverlust blieben sie am Samstag zum Auftakt in die neue Saison, beim 3:0 gegen den MTV München. Am Sonntag qualifizierten sie sich ebenso souverän für das bayerische Pokalfinale.

„3:0 zum Auftakt, dann auch noch auswärts. Das ist der Wahnsinn!“, freute sich Michi Mayer, der mit großem Respekt in die Landeshauptstadt gefahren ist. Denn er wusste, dass sich die MTVler verstärkt hatten. Drei Zugänge, die ein Grund waren, warum die Münchner eine Woche zuvor, zu deren Auftakt in die neue Saison die Deggendorfer mit 3:2 geschlagen hatten. Demütig war Mayer auch deswegen, weil ihm seine beiden besten Angreifer ausgefallen waren. Neuzugang Nelson laboriert immer noch an einer Muskelverletzung im Schlagarm. Die gleiche Diagnose auch bei Tom Brandstetter am Freitag nach dem Training – an einen Einsatz am Samstag gegen den MTV war nicht zu denken.

Alex Brandstetter und Fabian Bartsch

Doch hat sich dann bewährt, dass sich Hauke Ferch – ehemals Libero bei den Mühldorfern – so akribisch als Außenannahmespieler auf die Saison vorbereitet hatte. Zusammen mit Fabian Bartsch sorgte er für die Punkte auf der Außenposition. „Er hat seine Chance genutzt. Zusammen mit Libero Xander Mühlbauer sorgte er außerdem für eine stabile Annahme“, würdigt Mayer die Leistung Ferchs. Brandstetters Ausfall hatte zur Folge, dass Zuspieler Alex Brandstetter vermehrt seine beiden Mittelblocker Flo Gschwendtner und Iven Ferch die Bälle zuspielte – und das mit einschlagendem Erfolg! Mayer konnte sich sogar den Luxus leisten, über die Diagonalposition neben Fabian Liemer auch dem etatmäßigen Mittelblocker Nico Philipeit Spielzeit zu gönnen.

War der erste Satz gegen den MTV noch hart umkämpft (25:23), tat sich Mühldorf danach leichter (25:21), um im dritten und letzten Abschnitt vollends zu überzeugen (25:19). Kurzzeitig standen die Mühldorfer in der Tabelle sogar ganz oben – bis die Ergebnismeldung aus Jena eintraf: Friedberg hatte die Jenaer mit 3:1 bezwungen und sich damit an die Spitze gesetzt.

Als Zweiter der 3. Liga war der TSV Mühldorf am Tag darauf mit einem leicht geschwächten Kader zum Regionalpokal nach Eitting gefahren. Da die Spiele gelost wurden, hieß der Gegner in der ersten Runde direkt Niederviehbach 1 – ebenfalls ein Team aus der 3. Liga. Nach einem umkämpften ersten Satz ging auch der zweite an Mühldorf, womit der Einzug ins Halbfinale gesichert war. Dort traf die Mayer-Truppe auf den Bayernligisten SG Bayerwald, dessen Aufbäumen die Mühldorfer auch abwehren konnten. Ergebnis: ebenfalls 2:0.

Im Finale wartete dann das Heimteam des VC Eitting auf die Innstädter. Eine kleine Überraschung: Als Bezirksligist hatten sich die Eittinger bis ins Finale durchgekämpft.

Regionalpokalsieger

Die Mühldorfer ließen nichts anbrennen und holten sich damit den Regionaltitel und das Ticket zum bayerischen Pokalfinale am 6. Oktober in Sonthofen.

Vorher allerdings, am kommenden Wochenende, sind die Mühldorfer in der Liga gefragt. Zum Heimspielauftakt kommt am Samstag um 19 Uhr der VC Zschopau nach Mühldorf. Über den lässt sich noch gar nichts sagen. Denn während von den elf Drittliga-Mannschaften schon neun ihren ersten Spieltag absolviert haben, wartet der VC Zschopau neben dem TSV Niederviehbach noch darauf.

Text: Josef Enzinger – Mühldorfer Anzeiger / Bilder: Rainer Preß

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