Der Block muss sich ordentlich strecken

„Da kommt eine Topmannschaft nach Mühldorf“, sagt Mühldorfs Trainer Michi Mayer zur nächsten Partie in der 2. Volleyball-Bundesliga am Samstag, 13. Februar. Um 18 Uhr gastiert das Team des VC Gotha in der Mittelschulturnhalle (Livestream über sporttotal.tv). Die Fünften aus Thüringen treffen auf den Siebten aus Mühldorf. Kaum ein Spieler auf Gothaer Seite, der kleiner als zwei Meter ist. Und dann verteilen sich die Spieler mit Christoph Aßmann (2 Meter/Außenangriff), Erik Niederlücke (2,05 Meter) und Clayton Peter Couchman (2,03 Meter/Mittelblock) auch noch auf sämtliche Positionen am Netz. Dazu kommt mit Yann Böhme (2,03 Meter) ein Linkshänder auf der Diagonalposition – das stellt die Mühldorfer vor maximale Herausforderungen. Die Marschrichtung des TSV: Schnell und clever spielen sowie gut abwehren, dann könne man auch die Gothaer unter Druck zu setzen.

Fabian Bartsch – Hauke Ferch – Kilian Nennhuber

Man kennt sich: Einige der heutigen Bundesligaakteure beider Teams standen sich bei Meisterschaften am Netz gegenüber. In guter Erinnerung das Finale der Deutschen Meisterschaft der U20 im Jahr 2016 in Schwerin, das der VC Gotha damals 2:1 gegen den TSV Mühldorf gewann. Fabian Bartsch mischte damals schon als Jugendspieler mit. Und auch der Trainer von Gotha ist ein alter Bekannter. Jonas Kronseder stammt aus Vilsbiburg, spielte vor 20 Jahren zu Bayernligasaison beim TSV Mühldorf zu. Relativ schnell besann sich der 33-Jährige auf seine Trainerkarriere, trainierte von 2014 bis 2017 die Erstliga-Damen in Vilsbiburg, von 2017 bis 2019 die Bundesliga-Frauen von Schwarz-Weiß Erfurt und als Spielertrainer seit 2019 den VC Gotha.

Zied Chalghmi

Die Voraussetzungen für das Spiel am Samstagabend könnten besser sein. Denn Routinier Zied Chalghmi wird weiterhin fehlen. Knieprobleme plagen den Außenannahmespieler, Mayer rechnet nicht damit, dass Chaghmi im Februar noch aktiv ins Spielgeschehen eingreifen kann. Seine Alternativen: Hauke Ferch und Fabian Bartsch. Und seit kurzer Zeit auch Tobias Besenböck. Der 1,85 Meter große Dachauer ist Universalspieler, hat bisher in der 3. Liga gespielt, in der die Saison mittlerweile wegen Corona für beendet erklärt worden ist. „Er ist quasi auf jeder Position einsetzbar“, spricht Mayer schon jetzt davon, dass der Neuzugang der Mühldorfer Einsatzzeiten bekommen wird.